

Da die Leistungsträger (hier: Krankenkassen) Essstörungen als psychosomatische Störungen definieren, können Betroffene bislang Leistungen der Ambulanten Rehabilitation Suchtkranker (ARS) nicht in Anspruch nehmen. Da nach Erfahrung aller im Bereich der Essstörungen Tätigen, insbesondere ambulante Maßnahmen notwendig sind, um längerfristig ein gesundes Essverhalten in den Alltag zu integrieren und ggf. das im stationären Setting erworbene Wissen im Alltag umzusetzen, bieten wir im Rahmen der ARS einzel- und gruppentherapeutische Gespräche für Betroffene, sowie Beratungsgespräche für Angehörige und Interessierte an.
Einzelberatung und -therapie: Wir bieten die Möglichkeit zu einzeltherapeutischen Gesprächen, um Zeiten bis zum Beginn einer Psychotherapie oder einer stationären Behandlung zu überbrücken.
Angebote für Angehörige / Multiplikatoren: Angehörige, Lehrer und Sozialarbeiter nutzen unser Angebot, um sich zu entlasten, über die Probleme im Zusammenhang mit Essstörungen zu informieren und vor allem, Möglichkeiten des Umgangs mit Erkrankten zu finden.
Gruppentherapie / -angebote: Die Gruppensitzungen zielen darauf ab, den eigenen Blickwinkel zu erweitern und neben den negativen auch die positiven Anteile einer Situation wahrzunehmen. Die Entwicklung sozialer Kompetenz und Probleme im Umgang mit sich selbst und anderen (Partner, Familie, Kollegen) stehen im Mittelpunkt.
Gemischte Selbsthilfegruppe für Menschen mit Essstörungen: Das Spektrum der Störungen umfasst Bulimie, Magersucht und binge-eating. Die Gruppe trifft sich jeden 2. und 4. Montag von 18.00 bis 19.30 Uhr und wird als offene Gruppe geführt, neue TeilnehmerInnen sind herzlich eingeladen.